……….Auf der Fahrt nach Wildeshausen ließ der Zustand von Ringo Petra keine Ruhe.

Und als sie in Wildeshausen angekommen war und die Hunde ausladen wollte, wollte ein bestimmter Hund nicht aussteigen und blieb einfach sitzen.

Da wurde „das Mutterherz ganz weich“, sagt Petra und Ringo durfte mit nach Hamburg zu Peppi und Schröder (alle, die schon lange die Vereinsaktivitäten verfolgen, können mit Petras Peppi und Schröder etwas anfangen).

 

Hier durfte Ringo erst einmal ankommen. Nur Baden stand ganz oben auf dem Programm.

 

Seitdem ich diese Rubrik führe, frage ich mich manchmal, ob ich besser schreiben soll, was den Hunden nicht fehlt…

Aber was solls… Ringo, der nach der Umbenennung von Petra jetzt Pauli heißt, (was ihm richtig schnuppe ist, denn er ist taub) hatte eine ganz üble beidseitige Ohrenentzündung.

Und einen starken Durchfall, der unter anderem durch Giardien verursacht wurde. Ein großes Blutbild ergab, dass der Leihsmaniose Titer erhöht ist, die Schilddrüse eine Unterfunktion aufweist und die eigentlich schon in Spanien abgeschlossene Herzwurmbehandlung fehlgeschlagen sein könnte.

Die Notwendigkeit einer weiteren Herzwurmbehandlung muss zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal abgeklärt werden.

Wer der Nothilfe fleißig auf Facebook folgt, hat die vorher/nachher Bilder von Pauli nach nicht einmal zwei Monaten schon sehen können.  

Die Verwandlung ist unglaublich.

Pauli hat zugenommen, das Fell beginnt zu glänzen, die Giardien sind in ihre Schranken verwiesen worden und die Ohren kommen inzwischen mit dem normalen „Shar Pei Pflegeprogramm“ aus.

             

Paulis Hundekumpels sind noch ein wenig überfordert mit dem grenzüberschreitenden Pauli, der, weil taub, ihre klaren Ansagen einfach nicht hören kann.

Die Katze des Hauses hat auch klargestellt, dass sich Neuankömmlinge hinten anzustellen haben und so raufen sich alle von Tag zu Tag mehr zusammen.

Pauli genießt die langen Spaziergänge an der Schleppleine und schaut auch schon wo Petra so hingeht, um Richtungswechsel ja nicht zu verpassen.

Für das Vibrationshalsband müssen sich beide noch sehr viel Zeit nehmen. Bisher ignoriert Pauli die Vibration geflissentlich. Glücklicherweise stört sie ihn aber auch nicht

 

 

 

 

 

 

Ganz langsam wird der alte Mann richtig übermütig, und wenn das Morgenritual ansteht (ausgiebigesund langanhaltendes Kuscheln im Bett), da kann es schon einmal sein das Pauli zu kneifen beginnt und der Schalk in seinem Nacken nicht zu verleugnen ist…

 

Wenn der 10jährige Pauli sich weiterhin so gut entwickelt, darf er gern in ein neues „Für immer Zuhause“ ziehen.                            

Ernsthafte Interessenten haben idealerweise Erfahrung mit tauben Hunden und sind bereit sich an seinen Diätplan zu halten.

Pauli benötigt diverse Pflegemittel, die Dauermedikation gegen die Schilddrüsendysfunktion und er wird mit Enten- und Ziegenfleisch gebarft.

Pauli darf keine Kohlenhydrate zu sich nehmen. Er frisst div. Gemüsesorten mit Begeisterung.

Für Pauli wünschen wir uns ganz dringend Paten, um die Futter-und Medikamentenkosten stemmen zu können